DeGPT zertifiziertes Curriculum in Psychotraumatherapie
Mit folgenden curricularen Inhalten können Sie die Qualifikation in Spezieller Psychotraumatherapie nach den Richtlinien der DeGPT und eine entsprechende Anerkennung erwerben.
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Curriculare Module/Inhalte | Std. (UE) |
| 1. | Theoretische Grundlagen Geschichte der Psychotraumatologie, Neurobiologie, Besonderheiten des Traumagedächtnisses, Überblick über traumaspezifische Behandlungsverfahren, Behandlung durch Psychopharmaka, Überblick über den aktuellen Stand der Psychotherapieforschung im Bereich Trauma, Verhinderung erneuter Viktimisierung. Traumaspezifische Diagnostik und Testverfahren (Kölner Traumainventar (KTV) Impact of Event Scale (IES). SCL-90-R in deutscher Übersetzung, Fragebogen für dissoziative Symptome (FDS), Interview zur Komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung, IK-PTBS, Essener Trauma-Inventar (ETI)). Epidemiologie und komorbide Störungen, spezifische Traumatisierungen, juristische Grundkenntnisse, Opferschutzgesetz (OEG, GewSchG), Möglichkeiten kontinuierlicher Fortbildung (Leitlinien, Diskussion von „Evidence-Based Medicine", Fachgesellschaften, Fachzeitschriften), |
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| 2. | Techniken zur Stabilisierung und Affektregulation
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| 3. | Traumabearbeitung überwiegend bezogen auf non-komplexe Traumatisierung Verfahren:
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| 4. | Überblick über die Behandlung akuter Traumatisierungen und Krisenintervention Phasenverlauf und Erscheinungsbilder akuter Traumatisierungen, traumaspezifische Krisenintervention, Unterstützung natürlicher Verarbeitungsprozesse, Psychoedukation, Selbstberuhigungstechniken (innerer sicherer Ort, innere hilfreiche Gestalten),Verhinderung von Folgetraumatisierungen, kritischer Einsatz von Akutinterventionen (Evidenzbasis, Darstellung der Vorgehensweisen, Information zum Stand der Wirksamkeit verschiedener Verfahren). Gesprächsführung in der akuten Situation, Umgang mit Phänomenen akuter Belastungsstörungen. Diagnostik und Behandlung von Akuter Belastungsstörung und Risikopopulationen. Kooperation mit Opferhilfe-Organisationen und den Diensten vor Ort. |
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| 5. |
Behandlung komplexer PTBS / Behandlung von DESNOS
Schonende imaginative Psychotraumabearbeitung durch aktive Modifizierung im Als-Ob der Vorstellung, unterstützt durch hilfreiche Begleiter, stets ausgehend vom sicheren und geschützten Ort, Distanzierung vom traumatischen Geschehen, aktive Problemlösung. Nach der Traumakonfrontation oder der Konfrontation mit dem „inneren verletzten Kind" immer wieder Rückkehr an den sicheren und geschützten Ort. Erlernt werden in diesem Modul die gestufte und gut steuerbare Konfrontation mit dem Erlebten in der Imaginationen, immer ausgehend von der akuten Stabilisierung in der Imagination auf der Basis der Haltefunktion der PsychotherapeutIn. Auf diesem Hintergrund können, vor allem mittels der Arbeit mit dem „inneren Kind", der Täterkonfrontation und Introjektarbeit dysfunktionale/ über-tragungsverzerrende Affekte und Kognitionen erkannt und so verändert werden.
Malen der Imaginationen: Wechsel des Mediums und auch dadurch Verstärkung u.a. der neurophysiologischen Bahnung neuer Erfahrungen.
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| 6. |
Selbsterfahrung und Psychohygiene
Vermittelt werden Möglichkeiten der Selbstdiagnose von sekundärer Traumatisierung und Burnout, und Möglichkeiten des Selbstschutzes für die BehandlerIn, vor allem Möglichkeiten der imaginativen narzisstischen Restitution und der Selbstfürsorge werden eingeübt. Erkennen von und Umgang mit traumatisierender Übertragung und Gegenübertragung, |
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| 7. | Supervision Supervision eigener Behandlungsfälle (nach Möglichkeit video-dokumentiert; u.a. Indikationsstellung und Behandlungsplanung) in Einzelsetting oder Gruppen (max. 6 Teilnehmer). (Wenn gewünscht kann die Supervision auch bei anderen von der DeGPT anerkannten Supervisoren absolviert werden). |
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Abschlusskolloquium Voraussetzungen für die Zulassung zum Abschlusskolloquium sind sechs supervidierte und dokumentierte, kurzgefasste Behandlungsfälle) mit unterschiedlichen Störungsbildern (Vollbild PTBS, komplexe Traumatisierung u.a. nach Kindheitstrauma - mind. 50 Behandlungsstunden, und - wenn möglich - mind. eine Akuttraumatisierung) einzureichen. 4 Behandlungsfälle müssen eine volle Diagnostik (einschließlich mindestens dreier traumaspezifischer Testverfahren) beinhalten.
Zwei dieser Behandlungsfälle sind Grundlage des Abschlusskolloquium. |
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| Gesamtstunden (UE) | 140 |